




Der Tag der Liebenden und seine
Geschichten
Für Amerikaner, Briten und Franzosen,
zunehmend aber auch für uns Deutsche, ist
der Valentinstag Pflichttermin für eine
Liebeserklärung, die meist in Form von
dekorativen Blumensträußen dargebracht
wird.
Da freuen sich nicht nur Blumenläden,
Hersteller von Pralinen und Grußkarten,
sondern zunehmend auch die Kaufhäuser und
der Versandhandel.
Aber so manch' eine/r entdeckt auch
seine/ihre romantische Ader, schreibt
Gedichte oder macht dem/der Angebeteten
gar einen Antrag.
Wirkliche Tradition und hohe Bedeutung hat
der Valentinstag in den USA sowie in
Frankreich, Belgien und England.
Wobei die Amerikaner an der Verbreitung
des heutigen "Valentin-Kultes"
maßgeblichen Anteil haben.
Sicher spielt dabei der Kommerz eine
gewichtige Rolle. Nicht zu Unrecht stellt
sich die Frage:
"Ist Sankt Valentin eher der Schutzpadron
aller Blumenhändler oder doch der
Schutzheilige der Liebenden?"
Wer Sankt Valentin wirklich war, oder ob
es ihn überhaupt gab, das erfahren Sie in
unserem kleinen Special.



Der Tag der Liebenden und seine
Geschichten -
Ursprung und Brauchtum
Angeblich soll Valentin, ein Priester aus
Ternia, später als Märtyrer heilig
gesprochen, am 14. Februar im Jahr 269
n.Chr. hingerichtet worden sein. Sein
Vergehen: Er soll illegale Trauungen nach
christlichem Ritus vorgenommen haben.
Eine weitaus glaubwürdigere Erklärung ist,
daß in den Anfangszeiten der
Christianisierung es viel einfacher war
Menschen für den neuen Glauben zu
gewinnen, wenn man ihnen ihre alten
heidnischen Feiern und Festtage beließ.
Häufig flossen diese sogar in das
christliche Brauchtum ein.
Im beginnenden 4. Jahrhundert wurde im
römischen Reich am 14. Februar Lupercalia,
das Fest der Juno, Gattin des höchsten
Gottes Jupiter, gefeiert.
Juno wurde vor allem als die Beschützerin
der Ehe verehrt und an ihrem Festtag soll
auch das Schenken von Blumen üblich
gewesen sein. Außerdem sollen Pärchen als
Verlobte einander zugelost worden sein.
Bei einer anderen Variante sollte ein
Mädchen denjenigen heiraten, der ihr am
Morgen des 14. Februar als erster über den
Weg läuft (sofern dieser unverheiratet
ist).
Das um seine Etablierung bemühte
Christentum vereinnahmte quasi die
heidnischen Bräuche, in dem es diese dem
"Heiligen St. Valentin" zuschrieb und den
14. Februar - den Tag seiner Hinrichtung -
zum Valentinstag erkor.
Selbst im Kirchenlexikon wird diese
Variante bestätigt:
"Der Brauch, sich am Valentinstag Blumen
zu schenken, geht sehr weit zurück: Im
antiken Rom gedachte man am 14. Februar
der Göttin Juno, der Schützerin von Ehe
und Familie. Den Frauen wurden an diesem
Tag Blumen geschenkt. - Ein direkter Bezug
des Blumenschenkens zu Valentin von Terni
konnte jedoch bis heute nicht aufgedeckt
werden."



Der Tag der Liebenden und seine
Geschichten - Valentinskarten
Auch die
Valentinskarten können (angeblich) auf
eine lange Tradition zurückblicken:
Der Herzog von Orleans soll, 1415 im
Londoner Tower als Gefangener schmachtend,
seiner Gattin permanent Liebesbekundungen
geschickt haben. Vermutlich nicht nur am
14. Februar. Dennoch gilt er als der
Begründer der Valentines.
Im 17. Jahrhundert ließ angeblich der
Londoner Schriftsteller Samuel Pepys den
ursprünglichen Brauch aufleben, als er
seinem angetrauten Weib am 14. Februar
einen Liebesbrief schrieb. Seine Frau war
darüber so entzückt, daß sie ihren
Liebsten mit Blumen beglückte.
Schon bald danach wurde der Brauch von
Briefen und Blumen von der noblen
britischen Gesellschaft übernommen, und
vermutlich war das Übermitteln
schriftlicher Liebesbekundungen zum 14.
Februar in Frankreich und England im 17.
Jahrhundert bereits weit verbreitet.
Heutzutage, im Zeitalter der modernen
Kommunikation, lösen Liebeserklärungen per
SMS, eMail oder
digitaler Grußkarten via
Internet zunehmend die althergebrachten
Liebesbriefe ab.
Das Verschenken vom Blumensträußen erfreut
sich aber nach wie vor großer Beliebtheit.












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Midi Title: El Tango Del Amor