Einige von Euch wissen vielleicht ich liebe Schmetterlinge,

 finde sie sehr anmutig diese Geschöpfe unserer Natur.

Denn Schmetterlinge dürfen nicht weinen, ich liebe sie.

Habe mir sogar eins von den zauberhaften Wesen

auf meiner Schulter tätowieren lassen,. Hoffe unter Euch auch einige zu finden,

die diese Geschöpfe schön finden.

Viel Spass auf dieser Seite

Eure Susi50

 

Weiße Rose

 

 

Wer lehrte Dich, weiße Rose, so zu strahlen?
So zart, so fein, wie des Schmetterlings Nerven,
- Du bist zu schön, brauchst nicht zu prahlen -
ohne auch nur einen Schatten zu werfen.

In Deinen Blättern spiegelt sich wieder,
was mein Herz sich kaum erdacht,
in des Lebens auf und nieder,
hat kein Wesen solch Zauber vollbracht.

Weiße Rosen kreisen nun durch meinen Geist,
sie säumen meinen Weg - wohin soll ich mich wenden?
Und all meine Träume werden von ihnen bereist,
Oh welch edlen Duft, welch herrliches Licht sie spenden!

So muß ich denn tanzen, lachen und singen,
auch wenn mir zum Weinen zu Mute wär',
versteh' nichts von Liebe und solchen Dingen,
das Leben in jener Welt scheint wie eine Mär.

Für wen, oh edles Geschöpf, blühst Du?
Warum darf ich nicht derjenige sein?
Meine Seel' kennt weder Glück noch Ruh',
denn Bewunderung allein bringt sie nicht ein.

Blüh' Du nur fort auf Deiner Reise,
gar mancher möcht' gern bei Dir wohnen.
Doch ich will suchen die friedsame Weise,
in welcher sich die Herzen schonen.

 

Selige Sehnsucht

Sag es niemand, nur den Weisen,
Weil die Menge gleich verhöhnet:
Das Lebendige will ich preis
en,
Das nach Flammentod sich sehnet.

In der Liebesnächte Kühlung,
Die dich zeugte, wo du zeugtest,
Überfällt dich fremde Fühlung,
Wenn die stille Kerze leuchtet.

Nicht mehr bleibest du umfangen
In der Finsternis Beschattung,
Und dich reißet neu Verlangen
Auf zu höherer Begattung.

Keine Ferne macht dich schwierig,
Kommst geflogen und gebannt,
Und zuletzt, des Lichts begierig,
Bist du Schmetterling verbrannt.

Und so lang du das nicht hast,
Dieses: Stirb und Werde!
Bist du nur ein trüber Gast
Auf der dunklen Erde.

Gedicht von Johann Wolfgang Goethe


 

 

 
 


 

Schmetterling

Etwas verschüttet hinter Mauern der Enge
Der Nacht entgegen
Licht entrückt in eine Welt die verloren geglaubt
reißende Mauern
fallende Furcht
Blumen recken zarte Blüten in das leichte Licht
Etwas verschüttet zugelassen
gelebtes Gefühl ohne Angst
unbekümmerte Liebe umströmt Trümmer
Blumen stark voller Schönheit zieren
das Grau des Steins
Flügelschlag eines Schmetterlings
läßt die Nacht versinken
 


 



Aber der Schmetterling ist auch ein Sinnbild der Unsterblichkeit der Seele und ihrer ewigen Verjüngung.

Heinrich Heine (1797-1856), 1831

Insekten unter sich

Und da sagte die Mücke zum Schmetterling
ich lebe nur ein paar Wochen
aber ich habe in all dieser Zeit
eine Menge Leute gestochen
Der Schmetterling seufzte
heut fühl ich mich so erschöpft und matt
bin gegen den Wind geflogen
und dieser rauhe Sturmwind hat
mir den Schmelz von den Flügeln gezogen
Libellen flogen tief überm Gras
flirrende schillernde Kreise
kicherten über ich weiß nicht was
flüsterten ganz ganz leise
Ein Spinnerich lauerte im Gesträuch
hoffte auf schmackhafte Beute
wisperte irgendwann Kriege ich euch
vielleicht ja sogar schon heute
Dem kribbelnden krabbelnden Fußvolk im Sand
fehlt die Zeit miteinander zu schwätzen
sie leben wenn ich sie richtig verstand
nach völlig anderen Gesetzen
Und die Mücke mußte für ihren Tick
mit dem fleißigen Stachel zu prahlen
auf einen Schlag noch am gleichen Tag
mit ihrem Leben bezahlen!


Von Rosa Posekardt

 


<bgsound src="Fairy-Child.mid" loop="10"> Right Click on the icon to adjust sounds.
Original Midi Composition, Fairy Child by Geoff.